Frohes neues Jahr 2026!
Am Anfang eines Jahres fragt man sich: Was wird dieses Jahr werden? Wird es gut, wird es schlecht, bleiben wir gesund? Nun, nicht jede Form der Vorhersage für das nächste Jahr ist gleich wissenschaftlich. Bleigießen rangiert da wahrscheinlich am unteren Ende.
Prognosen auf der Basis von Fakten und wissenschaftlichen Modellen sollten akkurater sein. Und wir als BBH-Gruppe lieben Fakten. Z. B. lag laut dem Umweltbundesamt der Strom aus Erneuerbaren Energien 2025 bei rund 55 Prozent. Das ist wieder ein Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr. Und auch wenn der eine oder die andere denkt, dass der Sommer dieses Jahr recht mau ausgefallen ist, wird das Jahr 2025 laut Copernicus eines der drei heißesten Jahre der Wetteraufzeichnung werden. Auf der anderen Seite sahen die wirtschaftlichen Rahmendaten in 2025 nicht besonders erfreulich aus. Die Konjunktur lahmt weiterhin, Indikatoren wie ifo Geschäftsklimaindex repräsentieren den Kampf der deutschen Exportwirtschaft mit Handelschaos und Strukturwandel.
Daraus können wir also problemlos ableiten, dass auch die politische Diskussion 2026 von einem Spannungsverhältnis von wirtschaftsfreundlichen Maßnahmen (Bürokratieabbau etc.) und Transformationsherausforderungen (Digitalisierung, Klimawandel etc.) geprägt werden wird. Das sehen wir in Berlin genauso wie in Brüssel, den anderen europäischen Hauptstädten, Washington – und sogar Peking.
Doch es gilt bei allem aber auch zu unterscheiden zwischen Erzählungen und Handlungen. Manche Erzählungen sollen nur die eigenen Wähler:innen motivieren, in den Handlungen unterscheiden sich die politischen Maßnahmen dann gar nicht so sehr, wenn sie faktenbasiert getroffen werden.
Wir als BBH-Gruppe nehmen uns daher vor, auch 2026 hinter die Erzählungen zu schauen und zu verstehen, was neue Regeln, Instrumente und Institutionen für uns alle bedeuten. Und ob dann die Idee eines Deutschland-Fonds als „Sondervermögen“ umgesetzt, die Kraftwerksstrategie 12 oder 10 GW umfasst und das Gebäudeenergiegesetz künftig Gebäudemodernisierungsgesetz (und niemals „Heizungsgesetz“) heißt, ist dann fast schon sekundär.
Einen frommen Wunsch haben wir aber: Mehr Würde im Diskurs, mehr Respekt für Akteur:innen mit anderen Prioritäten und die Rückkehr der Idee des praxisgerechten Kompromisses. Gut, vielleicht ist das mehr als nur ein einziger Wunsch. Aber es ist alles wichtig, damit wir die genannten Ziele vereint verfolgen können.
Die BBH-Gruppe und der BBH-Blog sind auch in 2026 wieder dabei. Seien Sie es auch!