Netzanschluss und Messung von EEG-Anlagen (Webinar)

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Der Ausbau erneuerbarer Energien boomt, insbesondere im Bereich der PV-Anlagen, und die gesetzlichen Entwicklungen, vor allem zum EEG 2023 wie auch die aktuelle Situation am Strommarkt werden den weiteren Zubau von EE-Anlagen vermutlich weiter beschleunigen. Damit wird auch der Netzanschluss von EEG-Anlagen immer wichtiger und durch zunehmend belastete Netze auch komplexer. Die Abwicklung des Netzanschlusses wirft allerdings immer wieder rechtliche und praktische Fragen auf. Dies beginnt bei der Frage der Prozesse, Fristen, Informationspflichten und Datenherausgaben am Beginn eines Netzanschlussbegehrens und geht über technische Anschlussbedingungen, technische Einrichtungen zur Abregelung bei Netzengpässen und die Bestimmung des richtigen Netzverknüpfungspunkts bis hin zur immer wieder zentralen Frage der Kostenverteilung für Netzanschluss- und Netzausbaukosten.

Im Zusammenhang mit dem Netzanschluss stellen sich darüber hinaus immer wieder Fragen im Zusammenhang mit der Messung des erzeugten Stroms. Dies wird insbesondere bei komplexen Messkonstellationen relevant, etwa wenn andere Erzeugungsanlagen (z.B. KWK-Anlagen) angeschlossen sind und/oder wenn dritte Verbraucher oder Anlagenbetreiber in der Kundenanlage tätig sind. Diese Fragen gewinnen mit dem geplanten Rollout intelligenter Messsysteme weiter an Bedeutung. Zwar können bestimmte Fallstricke durch die geplante Reduzierung der EEG-Umlage auf null und der damit verbundene Wegfall der Abgrenzung der EEG-umlagepflichtigen Mengen wieder „entschärft“ werden. Die Aufstellung eines Messkonzepts in komplexen Messsituationen bleibt aber weiterhin eine besondere Herausforderung.

Wir wollen zum Netzanschluss insbesondere auf die folgenden Fragen vertieft eingehen: Welche Pflichten haben Anlagenbetreiber und Netzbetreiber beim Netzanschlussverfahren? Was wird das EEG 2023 insoweit für Neuerungen mit sich bringen? Wer hat wen wann in welchem Umfang zu informieren? Wie gestaltet sich dabei eine notwendige Zusammenarbeit von mehreren Netzbetreibern? Wo liegt der richtige Netzverknüpfungspunkt? Wer trägt welche Kosten? Können Verträge geschlossen werden? Welche technischen Voraussetzungen sind einzuhalten? Daneben wollen wir auch auf die Netzanschlussbedingungen eingehen, insbesondere auf die VDE-Richtlinie „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (VDE-AR-N 4105)“. Im Rahmen eines Exkurses widmet sich das Seminar/Webinar außerdem kurz dem Redispatch 2.0 und dessen Bedeutung für Verteilnetzbetreiber.

Hinsichtlich der Messung von EEG-Anlagen wollen wir zunächst ganz grundsätzlich klären, wann und wo überhaupt gemessen werden muss und wer dafür zuständig ist bzw. sein kann. Daneben wollen wir uns der Frage widmen, welche Messtechnik in welchen Fällen und bis wann eingesetzt werden kann/muss. Wir werden uns auch ansehen, welche Rechtsfolgen – insbesondere mit Blick auf die EEG-Vergütung – drohen, wenn die entsprechenden Vorgaben nicht eingehalten werden. Dabei wird es auch darum gehen, was die kürzlich erfolgte Rücknahme der sog. Marktverfügbarkeitserklärung für Erzeugungsanlagen bedeutet. Zudem gehen wir näher auf Messkonzepte ein und stellen dies anhand von praktischen Beispielen anschaulich dar.

Die konkreten Veranstaltungsinhalte finden Sie hier/Anmeldung.

Folgende Termine bieten wir an:

21.9.2022/BBH Erfurt,
29.9.2022/Webinar und
5.10.2022/Webinar

Für Fragen zur Veranstaltung steht Ihnen Frau Karin Fromm gerne zur Verfügung.

Weitere Veranstaltungsangebote können Sie über den Blogkalender erfahren.

Selbstverständlich unterbreiten wir Ihnen auch gern ein Angebot zur Inhouse-Schulung. Sprechen Sie uns gern dazu an.

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