Neues Energierecht für die Immobilienwirtschaft (Webinar)

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Das Jahr hat begonnen und steht politisch ganz im Zeichen des Klimaschutzes mit besonderem Augenmerk auf den Gebäudebereich. Nach einer aktuellen Schätzung der Agora Energiewende wird der Gebäudesektor 2021 zum zweiten Mal sein Jahresziel verfehlen. Unter anderem diese Entwicklung hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zum Anlass genommen, mit der Eröffnungsbilanz Klimaschutz die ehrgeizige Arbeit an einem Klimaschutz-Sofortprogramm aufzunehmen (hier gelangen Sie zur Eröffnungsbilanz Klimaschutz). Das ist ein äußerst ambitioniertes Programm. Dabei gab es bereits im Jahr 2021 weitreichende Novellierungen, auf welche sich die Energiewirtschaft und auch die Immobilienwirtschaft erst noch einstellen muss.

Einführend gehen wir kurz auf das richtungsweisende Bundesverfassungsgerichtsurteil aus dem vergangenen Jahr, die ambitionierten energierechtlichen Themen der neuen Ampelkoalition sowie die EU-Vorgaben ein.

Im Gebäudebereich sind vor allem die angedachte Novelle des Gebäudeenergiegesetz (GEG 2.0) im Sinne eines Forderns und die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Sinne eines Förderns maßgebend.

Für die Immobilienwirtschaft spielen aber auch der aktuelle Rechtsrahmen für die dezentrale Wärme und den dezentralen Strom eine entscheidende Rolle.

Ende 2020 ist die Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme und Fernkälte (FFVAV) und mit ihr weitreichende Änderungen an der AVBFernwärmeV in Kraft getreten. Daneben möchten wir Sie über die neue Heizkostenverordnung informieren, mit der die Bundesregierung ebenfalls die Vorgaben aus der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) umsetzt. Wir berichten auch über weitere geplante Novellen in den Bereichen Wärme. Hier informieren wir Sie vor allem über die Pläne, den Vermieter an den CO2-Kosten zu beteiligen, um den Mieter stärker zu entlasten.

Zudem hat sich der Rechtsrahmen für PV-Mieterstrommodelle durch das EEG 2021 geändert (neuer Quartiersansatz, Zulässigkeit des Lieferkettenmodells, höhere Mieterstromzuschläge) und auch durch die PV-Ausbaupflichten soll Mieterstrom neuen Schwung bekommen. Im Bereich E-Mobility gibt es zudem kleinere Aktualisierungen, die wir Ihnen vorstellen wollen. Erst wenn Quartierskonzepte als „Kundenanlage“ betrieben werden, werden diese zudem in der Regel wirtschaftlich. Was aber nach der geplanten Abschaffung einzelner Umlagen wird, werden wir ebenfalls beleuchten. Jedenfalls hat der Gesetzgeber erkannt, dass viele Wohnungswirtschaftsunternehmen nicht selbst aktiv werden wollen, um ihr Gewerbesteuerprivileg nicht zu gefährden und hat im Jahr 2021 entsprechende Reformen eingeleitet.

Seit dem 01.01.2021 besteht auch die Möglichkeit, das sogenannte Liegenschaftsmodell umzusetzen, also der Vermieter kann das Recht des Mieters überschreiben und selbst einen Messstellenbetreiber Strom wählen, der den gesamten Messstellenbetrieb einer Liegenschaft in verschiedenen Sparten übernimmt. Vielleicht wäre das ein interessantes Geschäftsmodell?

Die konkreten Veranstaltungsinhalte finden Sie hier/Anmeldung.

Folgende Termine bieten wir an:

10.2.2022 / Webinar,
28.4.2022 / Webinar und,
21.6.2022 / Webinar.

Für Fragen zur Veranstaltung steht Ihnen Frau Rona Ludolph gerne zur Verfügung.

Weitere Veranstaltungsangebote können Sie über den Blogkalender erfahren.

Selbstverständlich unterbreiten wir Ihnen auch gern ein Angebot zur Inhouse-Schulung. Sprechen Sie uns gern dazu an.

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