Wettbewerbsfähig bleiben: die Rolle des Controllings in der Digitalisierung

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Auf Dampfmaschine, Fließband und Computer folgt nun die intelligente Fabrik. Industrie 4.0 ist ein technologiegetriebenes Thema, das sich auch auf das Controlling auswirkt. Um die Geschäftsführung effizienter bei ihren Entscheidungen unterstützen zu können, muss das Controlling diesen aktuellen Trend der Digitalisierung zielgerichteter berücksichtigen.

Echtzeitdaten werden über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden

Eine starke Veränderung wird bei den Key Performance Indicators (KPIs) stattfinden. Dieser Begriff bezeichnet Kennzahlen, mit denen sich der Erfolg von Aktivitäten in Unternehmen messen lässt. Bisher wurden diese grundsätzlich anhand vergangenheitsbezogener Daten ermittelt. Die Digitalisierung ermöglicht nun eine Ermittlung mit Werten, die in Echtzeit erhoben werden, was es wiederum möglich macht, neuartige KPIs zu generieren und bestehende zu verfeinern. Die Aktualität der Daten reduziert insbesondere die Zeitspanne der Entscheidungsfindung und kann so zu einem echten Wettbewerbsvorteil, aber auch zu Konkurrenzdruck führen. Echtzeitdaten werden also maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheiden.

Veränderte Anforderungsprofile

Diese Entwicklung des Controllings wird im Wesentlichen die Automatisierung und Systemanwendung erweitern und den Controller künftig als aktiven Berater und Gestalter in Prozesse integrieren. Somit verschieben sich zunehmend Anforderungsprofil und Aufgabenspektrum der Mitarbeiter bzw. der Controller weg von der reinen Datenbeschaffung und -aufbereitung für die Geschäftsführung. Der Controller wird in Zukunft für den automatischen Austausch von Informationen zwischen Unternehmen und den verschiedensten Stakeholdern verantwortlich sein. Dies bedeutet aber auch, dass er über Kenntnisse im IT-Bereich (Big Data- und Programmierkenntnisse) und über Prozesskenntnisse für den Controller verfügen muss, um den reibungslosen Ablauf des Informationsflusses zu gewährleisten. Das Aus- und Fortbildungssystem für die Controller wird sich deshalb fundamental verändern müssen.

Aktiv werden

Die Digitalisierung des Controllings wird sich direkt auf die im Controlling beschäftigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und deren Aufgabenspektrum auswirken. Da diese Entwicklung insbesondere makroökonomisch stattfindet und somit den Wettbewerb neu definiert, wird sich die Geschäftsleitung mit diesem Thema auseinandersetzen müssen, um wettbewerbsfähig für die Zukunft zu bleiben.

Ansprechpartner: Tobias Sengenberger/Ronald Storp

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