Insolvenzantrag der FlexGas GmbH: letzte FlexStrom-Tochter gibt auf

(c) BBH
(c) BBH

Mutter und zwei Töchter hatten bereits Insolvenz angemeldet (wir berichteten), jetzt scheitert auch die letzte Tochter des FlexStrom-Konzerns. Letzten Donnerstag wurde über das Vermögen der FlexGas GmbH das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der gleiche berufen wie für die anderen Flex-Gesellschaften, Herr Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger aus Berlin.

Letzter Auslöser der Insolvenz war der Rückzug eines Hoffnungsträgers: Anfang der Woche trat die Schweizer Ako Capital, die FlexGas übernehmen wollte, vom Kaufvertrag zurück. Die FlexGas GmbH verblieb somit im insolventen FlexStrom-Konzern. Auf den Insolvenzantrag waren die meisten Marktteilnehmer also bereits vorbereitet. Die Marktgebietsverantwortlichen beendeten kurzfristig die Bilanzkreisverträge, die Ausspeisenetzbetreiber kündigten entsprechend die Lieferantenrahmenverträge – nach dem Scheitern der FlexStrom kurz zuvor fast schon Routine.

Den Betroffenen bleibt nun nur noch, den Verlauf des Insolvenzverfahrens abzuwarten.

Ansprechpartner: Jan-Hendrik vom Wege/Markus Ladenburger

Share
Weiterlesen

21 Mai

Der Erste seiner Art: Der AI Act kommt

Nach der Zustimmung durch das Europäische Parlament vom 13.3.2024 hat nun der Rat der Europäischen Union am 21.5.2024 das Gesetz über künstliche Intelligenz („AI Act“) als weltweit ersten umfassenden Rechtsrahmen für das Thema künstliche Intelligenz (KI) verabschiedet. Unternehmen sollten sich...

15 Mai

Kommunalpolitische Initiativen gegen den Stillstand im Straßenverkehrsrecht

Am 24.11.2023 haben neun Bundesländer die als Minimalkompromiss ausgehandelte Novelle des StVG und der StVO auf den letzten Metern gestoppt. Der Vermittlungsausschuss könnte die gescheiterte Reform noch retten – bislang gibt es allerdings noch keinerlei offizielle Verlautbarung, ob und wann...