Wege aus dem Fachkräftemangel: Wenn Stadtwerke im Handwerk mitmischen

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Der Mangel an handwerklichen Fachkräften ist nicht nur im privaten, sondern insbesondere auch im gewerblichen und industriellen Umfeld spürbar. Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fehlten schon vor der Corona-Pandemie im Handwerk rund 250.000 Beschäftigte. In der Folge stauen sich bei Stadtwerken zunehmend Aufträge, weil die Menge an zu vergebenden handwerklichen Aufträgen die Anzahl an geeigneten Handwerksbetrieben mit personellen und fachlichen Ressourcen übersteigt. Projekte und Anfragen müssen verschoben oder abgelehnt werden. Der ZDH kommt zu dem Ergebnis: Der Fachkräftemangel beeinträchtigt die Energie- und Verkehrswende.

Zeitgleich fällt es Inhabern von im Markt etablierten Betrieben schwer, eine geeignete Nachfolge für den verdienten Ruhestand zu finden. Laut ZDH suchen bis 2027 rund 125.000 Handwerksbetriebe Nachfolgerinnen und Nachfolger. Betriebe, denen die Regelung ihrer Nachfolge nicht gelingt, verlassen den Markt, was die Situation weiter verschärft.

Fachkräftemangel sorgt für erhöhten Beratungsbedarf

Vor diesem Hintergrund kommt zunehmend die Frage auf, unter welchen Voraussetzungen die Übernahme von handwerklichen Betrieben durch kommunale Stadtwerke rechtlich möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Eine solche Übernahme tangiert verschiedenste Rechtsgebiete, wobei insbesondere kommunalrechtliche Grenzen und gesellschaftsrechtliche Vorgaben zu beachten sind. Neben Fragen des Steuer-, Vergabe- und Arbeitsrechts sind nicht zuletzt auch Anforderungen des Handwerks- und Gewerberechts von Bedeutung.

Ansprechpartner*innen: Astrid Meyer-Hetling/Thomas Straßer/Benedikt Doms/Sebastian Blumenthal-Barby

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